Nimm dir selbst die Angst vor einem Leben ohne Diät

Heute möchte ich über eines der beängstigendsten Dinge im menschlichen Dasein sprechen:

Veränderung.

Die meisten meiner Klienten werden (etwas) panisch, wenn wir beginnen, an alten Essgewohnheiten und Diät-Denkweisen zu drehen.

Aber a) gewisse Veränderungen im Leben sind unvermeidlich und b) wie der brillante Lao Tzu sagte:

Wenn du dich nicht veränderst, kannst du enden, wohin du gehst.

Und – um ehrlich zu sein – das bedeutet, dass du deinen Körper für den Rest deines Lebens gerade so tolerieren oder sogar hassen wirst. Das ist – meiner Meinung nach – ein unheimlicher und inakzeptabler Gedanke, oder?

Aber wie kannst du dir die Angst davor nehmen, dich selbst zu verändern? Wie kannst du die Veränderung herbeiführen, die nötig ist, um deine ablehnende Beziehung mit deinem Körper in eine liebende, respektvolle zu verwandeln?

Es gibt viele Wege, die dorthin führe. Aber anstatt diese zu beschreiben, möchte ich dir heute eine Geschichte erzählen.

Früher war es so, dass mein Leben nur in Ordnung war, wenn ich das Gefühl hatte, dass mein Magen komplett leer war.

Ich war nur zufrieden und beruhigt, wenn ich so hungrig aufwachte, dass ich kaum atmen konnte.

Ich habe meinem Körper nur das allernötigste an Essen gegeben, sonst konnte ich an nichts anderes denken. 

Diese Art von Qual war alles, was ich kannte, es war meine Komfortzone, mein Zuhause, meine Definition von “Normalität”.

Dann musste ich mich ändern.

Ich musste einsehen, dass es so nicht weitergehen konnte, ohne dass ich meinen Körper und mein Leben komplett zerstören würde.

Also habe ich mich verändert – und die Angst saß mir jeden Tag im Nacken.

Mit vollem Magen ins Bett zu gehen war erschreckend und extrem unangenehm.

Wenn ich aufwachte, ohne fast zu verhungern, fühlte ich mich wie ein Versager.

Drei Mahlzeiten am Tag zu essen bedeutete, dass ich durchschnittlich, die Norm, unbedeutend war.

Ich kämpfte durch diese Gefühle und im Laufe der Zeit, fühlte sich das, was mich vorher vor Angst lähmte, plötzlich ganz normal an. Es war einfach ein Teil meines Lebens.

Mit der Zeit war der totale Hungerzustand nicht mehr Teil meines Lebens.

Mit der Zeit war wurde die Tatsache, dass ich Energie hatte und endlich auch mal satt war, nicht nur etwas , das ich tolerierte, sondern auch etwas, was ich wirklich wollte.

Mit der Zeit traten all die Ängste, die ich früher hatte, in den Hintergrund und machten Platz für ein Leben voller Farben, Freude und Freiheit. Ein ganz anderes Leben, das ich heute nicht mehr missen möchte.

Veränderung ist meistens sehr beängstigend.

Es ist unheimlich, weil man es nicht gewohnt ist. Man ist es nicht gewohnt, außerhalb seiner Komfortzone zu leben, und man musst erst lernen, was diese neuen Gefühle, diese neuen Empfindungen bedeuten.

Man kann nicht mit ihnen umgehen und man hält an dem Glauben fest, dass man sich immer so verrückt, so verloren und so verletzlich fühlen wird.

Aber dann passiert etwas Magisches: Du vergisst, dass das, was du jetzt tust, einmal komplett beängstigend und neu war. Du vergisst, dass sich dein heutiger Alltag einmal herausfordernd, unerwartet und riskant anfühlte.

Du vergisst, dass du jemals ein anderes “Normal” gehabt hast.

Also, habe keine Angst vor Veränderung. Es wird sich nur für eine kurze Zeit ungewohnt und unbequem anfühlen. Aber die Belohnung ist am Ende so viel größer als deine Angst jemals sein kann.

Wenn ich dich in irgendeiner Weise unterstützen kann, lass es mich wissen.

xxx,

Anne-Sophie

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