Wie ich 30 Kilo in 4 Monaten zunahm – und was Du daraus lernen kannst

 

Es gab eine Zeit, zwischen den Episoden der extremen Magersucht, in der ich 30 Kilo in ungefähr 4 Monaten zugenommen habe.

Ich war völlig außer Kontrolle und fühlte mich so gefangen wie noch nie zuvor.

Ich war so viele Jahre lang so dünn gewesen und plötzlich konnte ich von einem Tag zum nächsten nicht aufhören, zu essen. Zu fressen. Ich konnte nicht aufhören, Pizzen, Kuchen (einen GANZEN Kuchen), Schokoriegel (oder 5) in meinen Mund zu stopfen. Ich aß und aß und aß.

Ich fühlte mich so dick und eklig und komplett ausser Rand und Band. Jeden Abend tat mein Bauch weh, ich hatte das Gefühl, nicht atmen zu können und ich wollte einfach nur, dass das alles endlich aufhört.

Jeden Abend versprach ich mir, dass der nächste Tag besser werden würde, dass ich wieder auf Diät gehen würde, dass ich wieder nur Kohlsuppe essen würde, dass ich endlich die ersten 5 Tage der Atkins-Diät durchstehen würde oder wieder meine endlos langen Workouts machen würde.

Und manchmal habe ich das auch gemacht.

Manchmal aber, “musste” ich 4 Stunden lang auf dem Crosstrainer trainieren, um den “Schaden”, den ich den Tag über angerichtet hatte, wieder gutzumachen.

Ich dachte darüber nach, mich für einen Marathon anzumelden und dachte, dass das meinen Kopf zurück ins Spiel des Dünnseins bringen würde und dadurch meinen Körper zurück zum “richtigen” Gewicht.

Ich habe die Kohlsuppendiät mindestens 20 Mal probiert, aber IMMER – ohne Ausnahme – habe ich das Gewicht innerhalb weniger Tage wieder zugenommen. Die 2-wöchige Quälerei, diese eklige Suppe essen zu müssen, war letztenendes also komplett umsonst. Und ich kann bis heute keinen Kohl mehr riechen, ohne dass mir übel wird.

Ich habe alles versucht. War unermüdlich damit beschäftigt, endlich wieder die Kontrolle über mich selbst zu bekommen. Ich probierte immer und immer wieder das gleiche. Ich wusste, dass es nicht funktionieren würde, aber hoffte so sehr, dass es vielleicht doch mal anders kommen würde.

Ich hab mich gequält und hasste mein Leben. Jede Sekunde davon.

Es drehte sich alles nur ums Essen: von dem Moment an, als ich aufwachte, bis zu dem Moment, als ich ins Bett ging. Essen. Essen. Essen.

Ich hatte keine Freunde mehr, keinen Zweck im Leben, nichts.

Ich hatte Fressanfälle und versuchte, diese nicht zu haben. Und das war alles, was mich beschäftigte.

Ich weiß also genau, wie es ist, in der Fressattacken-Hölle gefangen zu sein.

Ich weiß genau, was es bedeutet, sich so sehr zu hassen, dass du dir wünschst, du könntest bestimmte Teile deines Körpers abschneiden, um nicht so aussehen zu müssen, wie du es tust.

Ich weiß genau, was es heißt, sich so zu schämen, dass man Fotos von sich selbst nicht sehen möchte – und wenn man doch mal in einem auftaucht, wird dieses sofort zerstört (ernsthaft, ich glaube es gibt noch ein einziges Foto aus dieser Zeit und ich habe keine Ahnung, wo es ist. Alle andere wurden sofort vernichtet).

Ich weiß genau, was es bedeutet das Gefühl zu haben, dass alle Augen auf dich gerichtet sind, dass dich jeder ver- und beurteilt.

Ich habe die widerlichen Kommentare der Leute gehört, ich wurde verspottet und ich habe mich jeden Tag kleiner und kleiner gemacht.

Ich weiß, wie es ist, dick zu sein und endlich aus der ganzen Situation RAUS zu wollen, ohne das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Ich weiß es.

Aber ich weiß auch, dass es einen Ausweg gibt. Es gibt einen Weg zurück. Es gibt das Licht am Ende des Tunnels.

Ich weiß, dass du nicht für den Rest deines Lebens so leben musst.

Ich weiß, dass du heilen kannst.

Ich weiß, dass du das aufdecken und loslassen kannst, was auch immer innerlich zerstört ist.

Ich weiß, dass keine Diät – egal wie oft du es probierst – den Weg zurück zu einer einfachen Beziehung mit dem Essen bahnen wird.

Ich weiß, dass es um etwas geht, das viel tiefer geht als das Essen.

Ich weiß, dass der Ausweg nicht der ist, den du dir vorstellst.

Ich weiß, dass du dich wieder gesund fühlen kannst, egal wie kaputt du dich im Moment fühlst. Du kannst dich wieder “komplett” fühlen. Du kannst im Gleichgewicht mit Essen und deinem Körper leben.

Du kannst das.

Aber Diäten sind nicht der richtige Weg.

Essenspläne sind nicht der richtige Weg.

Sich selbst zu hassen ist nicht der richtige Weg.

Sich zu schämen und schuldig zu fühlen ist nicht der richtige Weg.

Wahre, tiefe Verletzlichkeit, die Bereitschaft, einen anderen Weg zu gehen, verschiedene Tools auszuprobieren, ein tiefer Glaube an deine eigene Würdigkeit: das sind die Wege zurück zu dir selbst.

Und natürlich viel Arbeit mit einem Coach.

Dies ist dein Leben. Dies ist deine Realität. Dies ist deine Chance, es alles wieder zu ändern, dich bedingungslos zu lieben, dich von innen heraus zu heilen, deine Power zurückzunehmen und so zu sein, was du immer sein wolltest.

Denn wenn ich es kann, dann wirst du es auch tun können.

Aber du musst es wagen, du musst es wollen. Du musst es dir von ganzem Herzen wünschen.

Tust du das?

Wenn etwas in dir bei der Idee, deinen Körper von innen heraus zu lieben, aufflackert, wenn du deinen Körper mit Respekt behandeln möchtest und dein Leben so leben möchtest, wie du es dir vorstellt, das zu essen, was du willst, ohne Angst, Schuld oder Scham, dann melde dich hier: https://meetme.so/Anne-SophieReinhardt

Es gibt keine Zwänge, keine Verpflichtung, nur du und ich. Wir können darüber plaudern, wo deine Beziehung zu Essen und dem Leben gerade steht, was du verändern möchtest … und wie wir zusammenarbeiten können, um dich dorthin zu bringen. Gönne dir dieses Geschenk. Du und dein Wohlbefinden sind es absolut wert.

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